Hexenjagd

„Der Schlaf der Vernunft bringt Monster hervor.“

Hexenjagd

Über dem mährischen Gebirge Jeseníky schwebt der Schatten der blutigen Vergangenheit der Hexenprozesse. Regisseur Otakar Vávra ist an die Orte der wirklichen Ereignisse zurückgekehrt und konnte so die furchtbare Geschichte in ein düsteres historisches Drama umschmelzen.

Hexenjagd ist nicht nur ein Film von Otakar Vávra und ein Roman von Václav Kaplický. Es ist gleichzeitig die tschechische Übersetzung des Titels eines in lateinischer Sprache geschriebenen Buches über düstere übernatürlich Mächte, Malleus maleficarum, wo auch die Praktiken von sog. Hexen beschrieben und Ratschläge gegeben werden, wie man gegen sie kämpfen sollte. Der wirkliche Inquisitor stützte sich zwar auf ein anderes Schriftstück, was aber an seinem unbarmherzigen Wüten in der Umgebung von Groß Ullersdorf (Velké Losiny) und Mährisch Schönberg (Šumperk) nichts änderte. Der arrogante, fanatische Mann, der ungefähr hundert Menschen zu Tode foltern ließ, eröffnete hier eine der dunkelsten Etappen der Geschichte des Altvatergebiges.

Die düsteren Räume der Folterkammern mit Prangern und Folterbänken werden von flackerndem Kerzenlicht beleuchtet. Die Scheiterhaufen warten nur auf einen einzigen Funken, um entflammen zu können. In der Luft liegt Aberglaube und Angst. Die Kluft der Zeit dämpft die Schmerzen und verzweifelten Schreie der Unschuldigen. Beim Anblick der metallenen Masken und der Stühle mit eisernen Spitzen werden sie den immer wiederkehrenden Gedanken nicht los, dass es nicht ganz so unvorstellbar ist, einen Pakt mit dem Teufel oder was auch immer zu gestehen.

Auf der Filmleinwand und im Altvatergebirge wurde diese unsinnig grausame Zeit lebendig. Machen Sie sich auf, um am eigenen Leib die Atmosphäre bei einem angeblichen Hexensabbat zu erfahren, zu denen die Hexen auf Besen oder Haustieren ritten. So steht es zumindest in den überlieferten Geständnissen. Otakar Vávra ging nämlich bei der Arbeit am Drehbuch nicht nur vom gleichnamigen Roman aus, sondern auch von Notizen aus Gerichtsprozessen, die in dieser Gegend in den letzten zwanzig Jahren des 17. Jahrhunderts stattfanden.

Das Altvatergebrige lüftet den Schleier des Geheimnisses und es ist nur an Ihnen, auf welche Art und Weise Sie mehr erfahren. Wollen Sie schattige Waldwiesen erforschen, wo man Kräuter mit magischen Kräften finden kann? Einen Gipfel erklimmen, den unschuldige Menschen mit ihren Tränen und ihrem Blut getränkt haben, bevor sie von den Flammen verschluckt wurden? Brechen Sie auf, um einem der vielen Wanderrundwege zu erkunden. Falls Sie einer Fahrradtour den Vorzug geben, testen Sie die spezielle Hexen-Fahrradstrecke.


 
Regie Otakar Vávra
Schauspieler Elo Romančík, Vladimír Šmeral, Soňa Valentová, Josef Kemr, Lola Skrbková, Jiřina Štěpničková, Marie Nademlejnská
Herkunftsland des Films Tschechoslowakei
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